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Ammerseegeschichten
Deutsch für Asylbewerber

 

Adventskalenderblatt für den 13. Dezember, den Tag der hl. Lucia, der Lichtbringerin in den nordischen Staaten



13. Dezember, Fürstenfeldbruck

Lucienhäuschen, Fürstenfeldbruck

Fürstenfeldbruck: Lucienhäuschen werden herangetragen; in Kürze werden sie in die Amper gesetzt werden.

 

Luciaschiffchen oder Lichterschwemme

Bis zum Jahr 1582 galt der 13. Dezember als der kürzeste Tag des Jahres, ab diesem Tag wurde es wieder heller. In einigen am Fluß liegenden Städten im Alpenraum, gab und gibt es am Luciatag einen besonderer Brauch:
Als Zeichen dafür, dass es wieder heller wird, und zum Dank an die heilige Lucia, die bei Hochwasserkatastrophen helfen soll, werden von Kindern kleine Häuschen gebastelt, mit einer Kerze beleuchtet und dann auf dem Fluss ausgesetzt, wo sie in der Dunkelheit davon treiben.
Bekannt wurden die Lucienhäuschen in Fürstenfeldbruck und in Wasserburg am Inn. Heute soll es Lucienhäuschenschiffchen nur noch in Fürstenfeldbruck und Grafrath geben; beide Orte liegen nahe beieinander an der Amper.

Hier geht's zu einer Bilderstrecke übers Luzienhäuserlschwimmen in Fürstenfeldbruck.

Zur Geschichte der Heiligen

Die heilige Lucia soll um 304 gestorben sein, ihre Geschichtlichkeit gesichert durch die in Syrakus wiederentdeckte Lucia-Katakombe mit Loculus.

Nach einer Vision der hl. Agatha führte sie das Leben einer Jungfrau für Christus und gab ihr Vermögen an die Armen. In der Verfolgung des Diokletian ist sie nach verschiedenen Martern durch das Schwert hingerichtet worden.

Papst Honorius I. erbaute ihr zu Ehren in Rom die Kirche S. Lucia in Selce. Im Mittelalter wurde sie zu einer der beliebtesten Heiligen des Abendlandes. Ihre Legende hat Volkslied, Volksdichtung und sogar Dante beeinflußt. In der christlichen Kunst erscheint sie sehr oft.

1038 wurden ihre Reliquien von Syrakus nach Konstantinopel gebracht. Von da kamen sie 1204 nach S. Giorgio Maggiore zu Venedig. 1860 erfolgte ihre Übertragung nach S. Geremia in Venedig. Eine andere Nachricht stammt von Sigebert von Gembloux. Hier wird von einer Übertragung der Gebeine zunächst nach Corfinum (heute Pentima) im 8. Jahrhundert, und von dort um 970 in das Vinzenzkloster zu Metz berichtet.

Ins westliche Deutschland ist die Verehrung der heiligen Lucia von Metz her gekommen. Während des ganzen Mittelalters zogen zahlreiche Pilger nach Metz zu den Reliquien der Heiligen. Luzia-Bruderschaften werden in Eifeler Kirchenbüchern schon im 13. Jahrhundert erwähnt.

Sie ist besondere Patronin der Augenkranken. Ungemein zahlreich sind ihre weiteren Patronatsaufgaben: Sie ist Patronin der Armen, der reuigen Dirnen, der Glaser, der Weber, der Schneider, der Näherinnen, der Sattler, Polsterer, Notare, Schreiber, Pedelle, Türhüter, Kutscher, Bauern, kranker Kinder, gegen Halsschmerzen, Ruhr, Blutfluß, Infektionskrankheiten.

In nordischen Ländern, vor allem in Schweden, ist die Lucia "Lichtbringerin".

 


 

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