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Krippe

 

Adventskalenderblatt für den 24. Dezember

Heilig Abend

Krippe

Krippe unterm Christbaum

 

Von Krippen und von der Weihnachtsgeschichte zum Hören

An Heilig Abend wird unter vielen Christbäumen eine Krippe aufgestellt. Im Museum in Garmisch-Partenkirchen wurden große Krippen hinter Glasfenstern gezeigt. 

Franz von Assisi hat wohl als erster die Weihnachtsgeschichte – statt sie von der Kanzel herab zu predigen – in einem Krippenspiel Anfang des 13. Jahrhundrets aufführen lassen. Ebenfalls um 1200 soll es schon eine figürliche Darstellung der Weihnachtsgeschichte in einer spätromanischen Krippe bei Bozen gegeben haben.

Wegen der Bibelstelle, nach der das Kind an einen Platz gelegt wurde, der sonst für das Futter der Tiere vorgesehen ist, wurde davon ausgegangen, dass die heilige Familie arm war; entsprechend stellte man dann die Weihnachtsgeschichte nach.

Eine stetige Weiterentwicklung bis hin zur heute bekannten Weihnachtskrippe soll durch die Reformation unterbrochen worden sein. Erst nach dem Konzil von Trient (1545-1563) versuchten die Orden der Jesuiten, Serviten und Franziskaner, die vor allem die Weihnachts-, Passions- und Ostergeschichten szenisch darzustellen Bald wurden Schaukasten mit biblischen Darstellungen in Kirchen aufgestellt und auch in höhergestellten Kreisen beliebt.

Die 1562 von Jesuiten in Prag aufgestellte Weihnachtsdarstellung gilt als erste Nennung einer Krippe im heutigen Sinn. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Aufstellen von Krippen in Kirchen in der Weihnachtszeit zur Frage des Ansehens. Bekannt wurden die Krippen von München (1607), Innsbruck (1608) und Hall (1609) und Salzburg (1615 im Benediktinerinnenkloster Nonnberg).

Eine besondere Wertschätzung erhielt die neapolitanische Krippe mit an die Masken der italienischen Commedia dell'arte erinnernden Figuren. Im Barock wurden auch in Österreich und Süddeutschland bevorzugt Krippen nach neapolitanischem Vorbild geschaffen.

Zur Regierungszeit von Kaiserin Maria Theresia und Joseph II. wurden Weihnachtskrippen durch mehrere Verbote aus Kirchen verbannt; der Erzbischof von Salzburg verbot 1784 das Krippenaufstellen in den Kirchen für das Fürstbistum. Wegen dieser Verbote bei gleichzeitiger Wertschätzung zogen die Weihnachtskrippen in den privaten Bereich ein und dort blieben sie, auch nachdem die Verbote wieder aufgehoben worden waren.

Im evangelischen Deutschland wurde die Weihnachtskrippe besonders durch das Wirken von Gustav Wilhelm Jahn verbreitet, der Krippenfiguren durch die Insassen der Züllchower Anstalten herstellen ließ.

Krippen gehören heute zum Weihnachtsschmuck und es gibt sie in den verschiedensten  Stilrichtungen und Materialien.

Eine lebensgroße wird zu Heiligabend im Marienmünster in Dießen am Ammersee über dem Hauptaltar eingerichtet; der Arrangeur ist links neben der Krippe zu erkennen.

Marienmünster Dießen

Typische Figuren in Weihnachtskrippen sind:

  • das Jesuskind in einer Krippe
  • Maria, Mutter Jesu; auch als thronende Madonna dargestellt
  • Josef, der Ziehvater Jesu (Mt 1,24-25 EU), meist als älterer Mann dargestellt
  • Ochs und Esel; sie werden in den biblischen Weihnachtsgeschichten zwar nicht erwähnt, haben aber eine biblische Begründung in Jesaja Jes 1,3 EU "Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennt's nicht, und mein Volk vernimmt's nicht." Deswegen hielten Ochs und Esel schon in den ersten christlichen Jahrhunderten Einzug in den Stall zu Bethlehem.
    Ein weitere Begründung ist in der frühchristlichen Literatur zu finden, z.B. deutete Augustinus Ochs und Esel als Sinnbilder der beiden Teile der christlichen Kirche, die aus Juden, dem Volk Gottes, und Heiden, alle anderen Völker, gebildet sei. Dem Trienter Konzil (1545-1563) gelang es später nicht, sie um der „Wahrheit” der Bibel willen aus der Krippe zu verbannen.
  • Hirten und Schafe; auch mit Hunden
  • Die drei Könige aus dem Morgenland, Caspar, Melchior, Balthasar, mit ihren Geschenken, Gold, Weihrauch, Myrrhe; oft mit Kamelen oder auch einem Elefant. Die Biberl spricht nur von "Weisen", griechisch magoi (ursprünglich eine persische Priesterkaste, auch Sterndeuter, Berater des Königs, Astronomen oder Magier); es werden weder Namen noch ihre Zahl genannt, auch ist nicht von Königen die Rede.
  • Verkündigungsengel; manchmal mit Gloria-Spruchband in den Händen dargestellt


Quelle: Wikipedia
 

Ein weihnachtlicher Beitrag für Legastheniker und andere Lesebehinderte - "Die Geburt Jesu" als Hörbuchbeitrag

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