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Krippe

Heilige drei Könige

Vorab ein Gespräche der drei Könige nach dem Besuch an der Krippe

Als die drei Könige,
von ihren Gaben entlastet,
wieder aus dem Stall traten,
hielt Kaspar erschrocken inne.
Der Stern, sagte er.
Was ist mit ihm? fragte Melchior.
Er ist weiter gezogen! sagte Kaspar.
Hast du jemals
einen Stern stillstehen sehen?
fragte Balthasar.

Adolf Muschg, * 1934, schweizer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler

Sternsinger

Sternsinger in Hechendorf am Pilsensee sammeln für Kinder in Bolivien
 

Immer um den 6. Januar herum verkleiden sich Kinder als Sternsinger, ziehen von Haus zu Haus und bitten um milde Gaben für Kinder in Not. In der KINDER-ZEIT berichtete Kilian Trotier von seinen Erlebnissen als Sternsinger noch in D-Mark-Zeiten. Das Problematische an der schwarzen Schminke sei ihm als Kind noch nicht bewusst gewesen. "Denn lange Zeit haben sich Weiße so über Menschen mit dunkler Haut lustig gemacht. ... Und um das Gegenteil geht es ja bei den Sternsingern: zu zeigen, dass jeder Mensch gleich viel Wert ist.

In guter Erinnerung hat er den Ablauf. Am Vormittag ging es ins Pfarrheim, das er als Lagezentrum bezeichnet. In den buten Kleidern zogen die Kinder in die Kirche; sie saßen ganz vorne und der Pfarrer segnete sie und die Kreide, mit der sie später den Segen Christi an die Haustüren schreiben würden.

So ein Hausbesuch bestand aus Liedern, Sprüchen und dem Schreiben an die Haustür und dem Bitten um Geld mit der Klapperbüchse. Die Kinder wechselten sich immer ab beim Stern tragen, mit der Büchse klappern und dem Segen schreiben: "C + M + B", was aber – anders als leicht gedacht – nicht für Caspar, Melchior und Baltasar stand, sondern für "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus).

Abends, wieder im Pfarrheim, wurde ausgepackt; ein Erwachsener zählte das Geld und die Kinder teilten sich die vielen Süßigkeiten, die sie neben dem Geld für andere für sich erhalten hatten. Und das war viel für jeden. Es galt bis Aschermittwoch Berge von Schokolade und Gummibärchen abzutragen, denn da begann die Fastenzeit mit Verzicht auf Süßigkeiten bis zur Osternacht.

Wenn den Sternsingern niemand aufmacht, stecken sie einen Zettel in den Briefkasten, darauf steht, dass sie da waren und allen Bewohnern des Hauses ein gutes neues Jahr wünschen. Außerdem steht darauf, für wen sie sammeln, das Spendenkonto und: "Damit all diese Hilfe auch weiterhin geleistet werden kann, bitten wir auch um Ihre Spende, die den Kindern in Bolivien eine bessere Zukunft geben kann."

Die bunten Kleider, Kronen, Turbane und Sterne

Ein Film des Kindermissionswerks „Die Sternsinger" zeigt, wie man eine schöne Krone bastelt.

 

Drei Fragen und Antworten

Was ist denn das Kindermissionswerk „Die Sternsinger"

Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger" ist das Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland und eins von 120 Kindermissionswerken weltweit. Es hat seinen Sitz an seinem Gründungsort Aachen. Gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) organisiert es jedes Jahr die Aktion Dreikönigssingen, an der sich Mädchen und Jungen aus ganz Deutschland beteiligen.
Mit den Spenden aus Deutschland unterstützt das Kindermissionswerk in mehr als einhundert Ländern die Arbeit von Ordensschwestern und -brüdern, von Priestern und Laien, von Entwicklungshelfern und Freiwilligen, die sich für Not leidende Kinder einsetzen.

Können auch evangelische Kinder beim Sternsingen mitmachen?

Ja, und sie tun das schon seit langem! Das Sternsingen ist – in ökumenischer Offenheit – eine katholische Aktion. Als Brauchtum hat es seine Wurzeln in der katholischen Kirche. Hier hat auch seit 1958 die Aktion Dreikönigssingen ihren Ort.

Wie alt sollten die Sternsinger und ihre Begleiter sein?

Oft sind Kinder beim Sternsingen dabei, die noch nicht zur Schule gehen. Doch die Sternsinger sollen schon verstehen und auch anderen erzählen können, was der Sinn ihres Tuns ist –  den Segen überbringen und sich für Kinder in Not einsetzen. Außerdem heißen sie nicht grundlos „Sternsinger“, denn ein bis zwei Lieder auswendig singen zu können, gehört dazu.

Quelle: Kindermissionswerk „Die Sternsinger"

Die heiligen drei Könige in der Krippe

Caspar (oder Kaspar), Melchior und Balthasar gehören zur Krippe, meist werden sie begleitet von Reittieren, Kamelen, Dromedaren oder Elefanten. Wann sie ihre Namen erhielten ist ungewiss. Gewiss ist, dass die drei aus den damals bekannten Erdteilen Europa, Asien und Afrik kamen und dass die Alterstufen Jung, mittel und alt vertraten.

Die heiligen drei Könige sind der Bibel nach Sterndeuter. So steht es bei Matthäus 2,1-12 in der Einheitsübersetzung:

Die Huldigung der Sterndeuter

1 Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem
2 und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.
3 Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem.
4 Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle.
5 Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten:
6 Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.
7 Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war.
8 Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.
9 Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen.
10 Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.
11 Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.
12 Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

 

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