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Adventskalenderblatt für den 7. Dezember

Missachtete Tugend

 

 

Lichtverschmutzung ist nicht unbeliebt – im Gegenteil

 

Lichtverschmutzung – hier in Riesenrad in Paris

Das erleuchtete Riesenrad an der Place de la Concorde im winterlichen Paris


Nicht nur in der Weihnachtszeit ist Lichtverschwendung eine beliebte Verhaltensform besonders in Städten. Es sieht ja auch wunderbar aus. Greta Garbo durfte in dem Film "Ninotschka" schon einmal daraufhinweisen, als welche Verschwendung sie die funkelnden Lichter der Stadt Paris einordnete – da war sie noch die strenge Kommunistin, die sich fragte, wieviel ihr Aufenthalt in Paris dem Sovietvolk kosten dürfe.

Auch heute noch ist es guter Brauch, Lichter funkeln zu lassen. Auf vielen Weihnachtsmärkten ist es zu beobachten. Auch im privaten Bereich werden in der Advents- und Weihnachtzeit Bäume mit Kerzen bestückt und Häuserfassaden mit Lichterketten versehen; manches Mal scheint es, als würde  damit eine Art Wettbewerb unter Nachbarn ausgetragen "Wer lässt es am hellsten erstrahlen?"

Es gibt lobenswerte Ansätze

  • In der Stadt Rheine wird von in der Nacht einige Stunden lang die Straßenbeleuchtung abgestellt.
  • Bei Straßenlampen der neueren Generationen wird darauf Wert gelegt, dass sie nur nach unten strahlen.
  • In Europas erstem "Dark Sky Parks" soll die Finsternis unter Schutz gestellt werden.
  • In Belgien, das für seine hell erleuchteten Autobahnen bekannt ist, wird nun nach Mitternacht auf vielen Strecken das Licht abgeschaltet.
  • In Slowenien müssen die Kommunen ihre Lichtemissionen absenken.
  • Unter Führung des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) wollen mehr als zwei Dutzend Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen klären, wie die Lichtverschmutzung auf Flora, Fauna und Mensch wirkt und was dagegen zu tun ist.
  • Die Unesco erklärte 2009 zum Jahr der Astronomie und gleichzeitig das Streulicht offiziell zum Feind der Astronomen.


"Beim Lärm", zitiert Marco Evers im Spiegel den Astronom Hänel, "kennt man die Gesundheitsproblematik. Beim Licht fangen wir erst an, den Zusammenhang zu verstehen."

 


 

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